Biografie

Ich bin Michele Mesina, 1975 in Dachau geboren, und lebe und arbeite heute in Markt Indersdorf. Ich bin verheiratet und Vater von vier Kindern.

Vor rund zehn Jahren – in einer Phase des Umbruchs, innerer Unruhe und intensiver Suche – habe ich die Malerei als existenzielle Ausdrucksform entdeckt. Sie wurde für mich zur Möglichkeit, dem Unsagbaren eine Form zu geben und inneres Erleben sichtbar zu machen. Als Autodidakt habe ich mir mit Entschlossenheit und Ausdauer über die Jahre ein kraftvolles, eigenständiges Bildvokabular erarbeitet.

Mein künstlerischer Weg ist geprägt von Experiment, Erfahrung und Neugier. Ich arbeite mit Pigmenten, Pastellkreiden, Kohle, Lack, Acryl und Collageelementen, oft auch mit natürlichen Materialien wie Erde und Sand. Aus diesen Schichten entstehen dichte Bildräume, in denen sich Emotion, Erinnerung und Gegenwart miteinander verweben.

Meine Arbeiten sind innere Landschaften – Aufzeichnungen seelischer Zustände. Sie kreisen um die großen Themen des Menschseins: Liebe, Schmerz, Verlust, Hoffnung und Verbundenheit. Jeder Pinselstrich, jede Übermalung ist für mich ein Akt der Selbstbefragung und eine Spur gelebter Zeit.

Inspiriert bin ich vom japanischen Gedanken des Wabi-Sabi: der Schönheit des Unvollkommenen, Vergänglichen und Authentischen. Meine Malerei lebt vom Fragment, von der Spur und vom Fließen des Augenblicks. Sie öffnet einen Raum, in dem das Menschliche sichtbar werden darf – roh, verletzlich und wahr.

Kunst ist für mich keine Flucht, sondern Begegnung: mit mir selbst, mit dem Anderen, mit der Welt. Mein Credo: Kunst kennt keine Grenzen.