Am Rand des Lichts
- Erstellungsjahr:
- 2025
- Technik / Medium:
- Acryl
- Träger:
- Papier
- Thema:
- Natur / Landschaft / Atmosphäre
- Größe:
- 46 × 40 cm
In „Am Rand des Lichts“ erforscht ich die fragile Zone zwischen Sichtbarkeit und Auflösung.
Die Komposition reduziert sich auf horizontale Schichtungen aus Grün, Rosa und Blau – gebrochene, fließende Farbbänder, die sich wie geologische oder seelische Formationen übereinanderlegen.
Eine markante dunkle Linie durchzieht das Bild und trennt Himmel und Erde, Meer und Land – oder Erinnerung und Gegenwart.
Trotz der formalen Ruhe liegt im Werk eine subtile Dynamik: das Licht scheint über die Fläche zu wandern, Farben atmen ineinander. Die malerische Geste bleibt tastend, suchend – als würde der Pinsel nicht malen, sondern die Oberfläche befragen.
So entsteht eine Landschaft, die weniger Ort als Zustand ist – eine innere Geografie des Übergangs.
Im Ausstellungskatalog Systeme der Bewegung gehört „Am Rand des Lichts“ zur Sektion „Topografien des Inneren“.
Hier wendet sich ich vom sozialen und gestischen Raum dem meditativen, nahezu stillen zu.
Bewegung ist nicht mehr Aktion, sondern Schwingung – ein feines, kaum wahrnehmbares Pulsieren zwischen Schichten aus Farbe, Erinnerung und Zeit.
Das Werk lädt zur stillen Betrachtung ein.
Es beschreibt nicht die Welt, sondern das Moment zwischen Wahrnehmen und Vergehen.
Die Linie wird zum Übergang, das Licht zum Bewusstsein.
So ist „Am Rand des Lichts“ ein Gemälde über das Dazwischen – das unscheinbare, aber entscheidende Feld, in dem Sehen zur Erfahrung wird.