Der Hahn
- Erstellungsjahr:
- 2024
- Technik / Medium:
- Acryl
- Träger:
- Papier
- Größe:
- 28 × 42 cm
In „Der Hahn“ lotet ich die Grenze zwischen Form und Auflösung, zwischen Symbol und Farbe aus.
Aus einem bewegten, türkisgrünen Farbraum taucht die schemenhafte Figur eines Hahns auf – nicht als naturalistische Darstellung, sondern als malerische Erscheinung, geformt aus Strömungen, Überlagerungen und rhythmischen Pinselzügen.
Der Hahn entsteht im Prozess des Sehens: Das Auge des Betrachters vollendet, was die Farbe nur andeutet.
Die kräftigen, fast eruptiven Strukturen in Purpur, Ocker und Grau verleihen dem Tier eine plastische, beinahe mythische Präsenz. Gleichzeitig bleibt es Teil des Farbraums, ein Geschöpf der Farbe selbst.
Der Hahn wird so zum Sinnbild von Wachheit und Anbruch – jenem Moment zwischen Nacht und Tag, in dem Bewegung und Bewusstsein sich neu formieren.
Der Hahn fungiert zugleich als metaphorischer Weckruf - ein Signal für Neubeginn, Klang und Farbe, Präsenz und Rhythmus.