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Dialog der Fragmente

Erstellungsjahr:
2023
Technik / Medium:
Collage, Mixed Media, Acryl
Träger:
Leinwand
Thema:
Erinnerung, Struktur
Größe:
140 × 160 cm

Zwei Formen, zwei Stimmen,viele Erinnerungen.

Das Ganze – ein Gespräch aus Fragmenten.

„Dialog der Fragmente“ ist ein visuelles Palimpsest (Erklärung: „ein Bild, Objekt oder eine Oberfläche zeigt mehrere übereinanderliegende Schichten, bei denen ältere Spuren nicht vollständig gelöscht, sondern durchscheinen“) aus Farbe, Papier und Linie.

Zwei monumentale, aufrechte Formen stehen nebeneinander – wie Figuren, Körper oder architektonische Strukturen – und scheinen in Beziehung zu treten.

Zwischen ihnen spannt sich ein Raum, der weniger Trennung als Resonanz erzeugt: ein vibrierendes Feld aus Bewegung, Erinnerung und Gegenwart. Die Komposition entsteht aus überlappenden Fragmenten:

Schnipsel aus Zeitschriften, bemalte Flächen, Spuren von Schrift und Geste.

Darüber legt sich eine expressive, schwarze Konturlinie, die die Formen umschließt, ohne sie zu fixieren. Eine rote Linie zieht sich quer durch das Bild – wie eine Lebensader, ein Puls, eine Verbindung zwischen den beiden Gestalten.

Das Werk atmet Energie und Reflexion zugleich.

Es ist collagehaft und doch geschlossen, spontan und doch rhythmisch.

In der Vielstimmigkeit seiner Materialien erzählt es von Identität, Kommunikation und der Brüchigkeit menschlicher Erfahrung.

Dieses Werk bildet einen der zentralen Höhepunkte der Werkgruppe Erinnerung und Struktur.

Es markiert den Übergang von der introspektiven Phase des Jahres 2023 zu den stärker dialogischen, offenen Kompositionen des Jahres 2025.