Love Layers
- Erstellungsjahr:
- 2025
- Technik / Medium:
- Acryl, Collage, Spray,
- Träger:
- Leinwand
- Größe:
- 140 × 160 cm
Mit „Love Layers“ schaffe ich eine komplexe Collage aus Farbe, Schrift und Spur, in der emotionale und materielle Schichten untrennbar ineinandergreifen. Auf den ersten Blick wirkt das Werk leicht, beinahe ätherisch: zarte Rosa-, Türkis- und Gelbtöne überlagern sich in rhythmischen Bahnen. Hinter dieser Transparenz liegt jedoch Tiefe – ein vibrierendes Feld aus Bewegung, Erinnerung und Botschaft.
Zwischen übermalten Fragmenten, flüchtigen Schriftzeichen und pastosen Partien taucht immer wieder das Wort „LOVE“ auf: gestempelt, überdeckt, erneut freigelegt. Diese Wiederholung funktioniert für mich wie ein Mantra – eine visuelle Meditation über das menschliche Bedürfnis nach Verbindung, Nähe und Sinn. Auch ein Fragment eines Friedenssymbols, kalligrafische Handschriften und geometrische Elemente erscheinen, ohne sich vollständig festzulegen. Ich lasse Bedeutungen bewusst offen, weil mich das Dazwischen interessiert.
„Love Layers“ ist für mich kein Bekenntnisbild, sondern eine Erkundung von Spur und Überlagerung – der Versuch, Emotion in Materie zu übersetzen. Das Werk arbeitet wie ein Palimpsest: Jede Schicht trägt die Spuren der vorherigen, nichts wird je ganz gelöscht. Ich suche dabei eine Balance zwischen intuitiver Geste und konzeptueller Kontrolle. Schriftfragmente, Collageelemente und Schablonen sind Teil meiner zeitgenössischen Bildsprache, in der Information, Gefühl und Erinnerung ineinanderfließen.
Ich verstehe „Love Layers“ als visuelle Partitur der Empfindung. Es spricht von Zärtlichkeit und Chaos, von Zeit und dem Versuch, menschliche Erfahrung in ein formales System zu bringen – im Wissen, dass dieses System immer fragmentarisch bleibt. Kuratorisch ordne ich das Werk meinem Zyklus „Schichten der Erinnerung“ zu. Innerhalb der Serie ist es für mich ein Ruhepunkt: dicht, aber offen – ein Bild, das nicht ordnet, sondern atmet.