Save our world
- Erstellungsjahr:
- 2023
- Technik / Medium:
- Acryl, Tusche, Marker
- Träger:
- Leinen
- Größe:
- 60 × 90 cm
Mit „Save Our World“ baue ich ein visuell dichtes, labyrinthartiges Geflecht aus Linien, Zeichen und Symbolen. Eine dominante schwarze Struktur zieht sich durch das Bild und legt sich über ineinander verwobene Formen – für mich wie ein Netz aus Energie, Bewegung und Beziehung. Zwischen diesen Linien lasse ich Schattierungen von Grün, Türkis und Weiß fließen: Farben, die zugleich an Natur und an Technik erinnern.
Ich denke das Bild als lebendigen Organismus – als System pulsierender Adern, in dem jedes Element mit dem anderen verbunden ist. Mitten in diesem rhythmischen Chaos tauchen die Worte „SAVE OUR WORLD“ und „IT’S OUR FUTURE“ auf: nicht als plakativer Slogan, sondern als verdichtete, fast beschwörende Signale.
Mich interessiert hier die Verbindung von malerischer und grafischer Sprache, um Fragilität und Komplexität unserer Gegenwart sichtbar zu machen. Das Werk ist für mich kein einfaches Manifest, sondern ein visuelles Ökosystem, das Fragen stellt: Wie verbunden sind wir wirklich mit unserer Umwelt? Wo endet das Ich, und wo beginnt das Wir. Meine Linien sind für mich weder bloß Ornament noch Protest, sondern Ausdruck eines Bewusstseinsprozesses. Das Bild wird so weniger Aufruf als Spiegel – ein Abbild von Überforderung und Hoffnung zugleich.
„Save Our World“ gehört zu meiner Werkgruppe „Systeme und Zeichen“ (2022–2023), in der ich die visuelle Sprache globaler Vernetzung untersucht habe. Gleichzeitig markiert es für mich einen Übergang zu den introspektiveren Arbeiten ab 2024, in denen ich dieselben Fragen noch persönlicher und existenzieller weiterführe.