Zwischen Himmel und Weide
- Erstellungsjahr:
- 2024
- Technik / Medium:
- Acryl und Mischtechnik
- Träger:
- Leinwand
- Thema:
- Markt Indersdorf – Ortszyklus
- Größe:
- 130 × 170 cm
Mit „Zwischen Himmel und Weide“ zeige ich eine Landschaft, die zunächst vertraut wirkt: Markt Indersdorf mit den Klostertürmen, Wiesen und Kühen. Doch ich löse mich bewusst von einer realistischen Darstellung und verwandle das Motiv in ein vibrierendes Geflecht aus Linien, Farben und Energie.
Die Kühe im Vordergrund modelliere ich mit kräftigen, rhythmisch gesetzten Pinselstrichen. Ihre Körper bestehen aus Schichten, Farbflächen und Spuren, die für mich an topografische Karten oder emotionale Landschaften erinnern. Der Himmel darüber ist nicht Kulisse, sondern Bewegung: ein fließendes Spiel aus Linien und Wellen, das sich durch das ganze Bild zieht.
Durch klare Konturen, starke Kontraste und eine fast mosaikartige Struktur pendelt die Komposition zwischen Abstraktion und Erzählung. Mich interessiert dabei der Moment, in dem Sichtbares und Erinnerung ineinander kippen – als würden die Tiere eine innere Landschaft tragen, in der Natur, Kultur und Identität zusammenlaufen. So entsteht ein Gleichgewicht aus Ruhe und Dynamik, aus Erdung und Auflösung.
Mein Blick ist dabei nicht idealisierend. Ich verbinde das Heimatliche mit Fragmentierung: Die Landschaft wird zum Spiegel von Zeit und Veränderung, die Tiere zu Zeichen von Beständigkeit mitten im Wandel.
„Zwischen Himmel und Weide“ gehört zu meiner Werkgruppe „Heimat und Bewegung“. Ich verstehe das Bild als Hommage an meine Umgebung und zugleich als Reflexion über Zugehörigkeit und Veränderung – ein Werk der Balance zwischen Struktur und Freiheit, zwischen Linie und Emotion.